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Wasserbündnis bekommt Oberwasser
Die Gegner einer Privatisierung der Abwasserwirtschaft freuen sich über erste Erfolge
FÜRTH (di) — Mehr als 10 000 Unterschriften hat das Fürther
Wasserbündnis in nur zehn Tagen für das Bürgerbegehren gegen die
Privatisierung der Abwasserwirtschaft gesammelt. Damit ist das Tor
zum Bürgerentscheid kraftvoll aufgestoßen.
Um dem Bürgerbegehren zum Durchbruch zu verhelfen, hätten bereits
4100 Unterschriften gereicht. Die große Resonanz ermutigt das
überparteiliche Bündnis den Überlegungen einer lukrativeren Betriebsform die Stirn zu bieten.
„Wir sind sehr gut aufgestellt“, betonte Bündnissprecher Peter Lefrank bei der Abgabe der
Unterschriften. Als zentraler Bereich der Daseinsvorsorge dürfe die Abwasserbeseitigung nicht
in private Hände gelangen.
Allerdings signalisierte das Bündnis der Kommune zugleich Gesprächsbereitschaft. Man sei
sehr an einer einvernehmlichen Lösung interessiert, sagte Lefrank. Auch OB Thomas Jung
bemühte sich darum, keine Fronten aufzubauen. Sobald die Ergebnisse der Prüfung alternativer
Betriebsformen der Abwasserwirtschaft vorlägen, werde man Kontakt mit dem Bündnis
aufnehmen. Das Drängen auf einen Bürgerentscheid habe zudem dazu geführt, dass die
Entscheidung über die Zukunft der Abwasserwirtschaft zeitlich vorgezogen wird. Das hab er
mit infra-Geschäftsführer Hans Partheimüller so abgestimmt. Wie berichtet überlegt man, die
seit Jahresanfang als kommunaler Eigenbetrieb geführte Abwasserwirtschaft als GmbH der
infra einzugliedern, die bereits für die Wasserversorgung zuständig ist. Nach Ansicht der
Gegner dieses Vorhabens wäre mit diesem Schritt einer möglichen Beteiligung privater
Unternehmen am Abwassergeschäft Tür und Tor geöffnet. Am 3. Mai soll der Stadtrat nun zum
Bürgerentscheid Farbe bekennen.
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