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Hasadeure sind fehl am Platz
Betrifft: Bericht über eine geplante Privatisierung des Abwasserbereiches der Stadt Fürth in der Ausgabe vom 20. Juli.
Zu den grundsätzlichen Aufgaben eines Staates gehört die Ermöglichung einer suffizienten Gesundheitsversorgung und in diesem BEreich natürlich auch die Bereitstellung von sauberen, genießbarem Wasser. Wer jemals im Ausland mit teilweise übel schmeckender Brühe aus dem Wasserhahn seine Mundhygiene betrieben musste, weiß den Wert unserer hiesigen Wasserversorgung zu schätzen.
Dem Fürther Oberbürgermeister Jung sei gesagt, dass die kommunale Wasserversorgung, zu der auch die KLäranlagen gehören, kein Feld für Polithasardeure und Gewinnmaximierer aus der Privatwirtschaft ist. Die Gesundheit ist kein Spekulationsgut gewissenloser Lokalpolitiker, die gewinnorientierten Privatunternehmen Geschäfte zuschieben möchten.
Sonnenscheinpolitiker, die beim Auftreten erster finanzieller Schwierigkeiten keinen anderen Gedanken als den Verkauf lebenswichtiger Institutionen fassen können, sind besonders in der heutigen Situation unseres Landes fehl am Platz. Wir brauchen wieder Menschen in leitenden Positionen, die sich ihrer Verantwortung um das Gemeinwohl bewusst sind.
Dr. med. Herbert L. Urbainczyk, Oberasbach
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