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"Zusagen nicht eingehalten"
Wasserbündnis kritisiert die Auflösung des Zweckverbandes
FÜRTH (di) - Herbe Kritik übt das Fürther Wasserbündnis im Zusammenhang mit der Auflösung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung des Knoblauchslandes am Fürther Oberbürgermeister. Bündnissprecher Peter Lefrank wirft Thomas Jung vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben.
Im Nachgang des Bürgerbegehrens und der Stadtratsentscheidung gegen eine Privatisierung der Abwasserentsorgung hatte Jung dem Bündnis zugesichert: "Sollten in der Stadt Fürth Überlegungen angestellt werden, die jetzige Situation in Bereichen der öffentlichen Versorgung zu verändern, werden wir frühzeitig das Wasserbündnis über den Bund Naturschutz informieren." Vom Verkauf des Zweckverbandes an die Stadtwerke von Fürth und Nürnberg habe das Bündnis aber aus den Fürther Nachrichten erfahren, moniert Lefrank
Auf eine formelle Information glaubte der OB verzichten zu können, weil sich für die Wasserversorgung durch die Übernahme durch die infra im Knoblauchsland für die Bürger prinzipiell nichts ändere. Durch die Berichte in den Fürther Nachrichten und im Bund Naturschutz engagierte Stadtratsmitglieder sei völlige Transparenz gegeben. Dennoch verspricht Jung, bei künftigen Entscheidungen die Privatisierungsgegner besser zu informieren und entschuldigt sich: "Es war keine böse Absicht."
Viele Fragen
Das Wasserbündnis hat dem OB eine Liste mit Fragen zugesandt, die es nun bei einer öffentlichen Veranstaltung geklärt haben möchte. Dazu gehört die Auskunft, was mit den bestehenden Tiefbrunnen und dem Wasserschutzgebiet des Zweckverbandes geschieht. Vor allem um die Wasserqualität macht sich das Bündnis Sorgen. Daneben möchte es Aufschluss über die finanziellen Auswirkungen der Transaktion haben: Wofür die Stadt 1,4 Millionen Euro aus dem Zweckverbandsverkauf erhält und ob eine Subvention der infra stattgefunden habe. Letzteres verneint Jung klipp und klar. Die Summe sei der Stadt auf Grund eines Wertgutachtens zugeteilt worden.
VOLKER DITTMAR
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